1. Mitternachtsturnier der TSV-"Dorfjacken"
Tolle Spiele, viel Spaß, große Begeisterung bei allen Akteuren und Zuschauern
Es war Punkt 24 Uhr als am letzten Freitag die Siegerehrung für das 1. Mitternachtsturnier der TSV-„Dorfjacken“ aus der Abteilung Volleyball stattfand. Die Mannschaft der „Dorfjacken“ aus dem Umfeld von Zerbst hatte sich letztes Jahr der Abteilung Volleyball des TSV Rot-Weiß Zerbst angeschlossen. Nun veranstalteten die Spielerinnen und Spieler erstmals ein eigenes Turnier. Zehn Mannschaften aus dem Hobby-Mix-Bereich wurden eingeladen. Die Spiele standen teilweise auf sehr hohem Niveau. Die „Biber Volleys“ aus Steutz/Steckby, der Kern der Mannschaft gehört dem TSV Rot-Weiß Zerbst an, setzten sich am Ende gegen den Sechser „Team Mixery“ aus Königs Wusterhausen (Brandenburg) durch. Den dritten Platz belegte das Team Dessau, das sich aus verschiedenen Vereinsmannschaften der Muldestadt zusammensetzte. Die beiden anderen Mannschaften des gastgebenden TSV belegten die Plätze fünf und neun, was nicht ganz ihren Vorstellungen entsprach.
Es war für die Organisatoren um Nancy Goldstein und Sascha Steffen das erste Turnier in dieser Größenordnung. Zehn Sechser aus mehreren Bundesländern hatten am Freitag den teilweise weiten Weg nach Zerbst angetreten, um beim 1. Mitternachtsturnier der TSV-„Dorfjacken“ ihre Visitenkarte abzugeben. Als besonderer Gast schaute der ehemalige Volleyball-Bundesligaprofi Michael Haßmann vorbei, der 2025 nach 13 Jahren beim VC Bitterfeld-Wolfen den Bundesligisten verlassen musste. Der Kontakt zum 34-jährigen ehemaligen Leistungsträger und Publikumsliebling des VC kam über Nancy Goldstein zustande. Der A-Lizenz-Trainer warb für seine neu gegründete Volleyball-Akademie und fand das Turnier sehr gelungen.
Auf zwei Spielfeldern der Zerbster Sporthalle an der Fuhrstraße sah man auch viele Spielerinnen und Spieler, die in unterschiedlichen Ligen und Bundesländern höherklassig spielen und ganz klar den Unterschied ausmachten. „Das Turnier hat für uns ein sehr hohes Niveau. Es wird richtig um jeden Punkt gekämpft. Wir als Gastgeber müssen ganz schön gegenhalten“, so Organisatorin Nancy Goldstein. Das hatte auch der anwesende TSV-Präsident Wolfgang König bestätigt, der sich an diesem Freitagabend das Turnier nicht entgehen ließ. Dauergast bei den Turnieren in und um Zerbst ist der Sechser des SV Traktor Leps mit Sandy Tiepelmann, der übrigens Übungsleiter bei der Fußball-Abteilung des TSV ist. Seine Mannschaft hat am 20. Juni beim Dorffest ihren großen Heimauftritt. Dann wird auf dem Lepser Sportplatz mit einem Volleyballturnier der neue Beachplatz eingeweiht. In die Mannschaft kam TSV-Volleyballer Christian Laue, der den verletzten Marek Tiepelmann (Gute Besserung!) ersetzte. Eine schöne Geste war es, als Christian Laue bei der abschließenden Siegerehrung für seinen persönlichen Einsatz als TSV-Mitglied von Nancy Goldstein und Sascha Steffen mit einem kleinen Pokal und Gutschein geehrt wurde. Der engagierte Volleyballer erhielt vor allem von den Zerbstern in der Halle viel Applaus.
Die beiden kompletten TSV-Sechser spielten ein durchwachsenes Turnier. Mit Platz fünf blieben die „Dorfjacken“ um Hauptangreifer Sascha Steffen im Bereich ihrer Möglichkeiten. Enttäuschend ist jedoch das Abschneiden des TSV-Stammsechsers mit dem vorletzten Platz. Der Sechser war mit erfahrenen Ligaspielern gut besetzt. In den Vorrundenspielen (je zwei Spielhälften über sieben Minuten, Finalspiele 12 Minuten) konnten die Zerbster „die Sätze nicht zumachen“ (Sietse Silekens) und mussten so die Spiele immer knapp abgeben. Das Endspiel zwischen den „Biber Volleys“ Steutz/Steckby und „Team Mixery“ Königs Wusterhausen bot zur späten Abendstunde beste Volleyballkost. Kein Wunder, standen doch in beiden Sechsern etliche Volleyballerinnen und Volleyballer, die noch im Wettspielbetrieb stehen. Die Volleyballhochburgen um Berlin und auch vom Magdeburger USC lassen grüßen. Die Biber-Volleyballer konnten sich am Ende souverän mit 43:28 Punkten durchsetzen. Kapitän Ole Finger aus Steckby, übrigens auf nationaler Ebene ein großes Radsporttalent, nahm dann glücksstrahlend den tollen Siegerpokal entgegen. Erstmalig bei einem hiesigen Turnier wurden bei den Frauen und Männern die MVP als wertvollste Spielerin und Spieler ausgezeichnet. Als wertvollste Spielerin für ihre Mannschaft wurde Charlotte Schneider aus Stralsund, die für das Team „Chaos am Netz“ Wittenberg auflief, ausgezeichnet. MVP bei den Männern wurde der Lindauer Oberligaspieler Sascha Steffen. Bis nach Mitternacht versorgte der Eventservice Ihle aus Hohenziatz die Volleyballerinnen und Volleyballer sowie die vielen Zuschauer mit einem leckeren Angebot an Speisen und Getränken und wurde von den Veranstaltern bereits für das 2. Mitternachtsturnier 2027 vorgebucht. Andreas Goldstein, der mit seinem Team kleine und große Veranstaltungen bedient, sagte sofort zu und war auch „geschäftlich mit dem Abend zufrieden“. Wie beide Hauptorganisatoren bei der Siegerehrung anmerkten, wird es 2027 auf alle Fälle eine zweite Auflage des Mitternachtsturniers geben.
Endplatzierungen:
1. Platz: „Biber Volleys“ Steutz/Steckby
2. Platz: „Team Mixery“ Königs Wusterhausen
3. Platz: Team Dessau
4. Platz: „Waschbären“ Team Magdeburg
5. Platz: TSV „Dorfjacken“ Zerbst
6. Platz: VSV „Weit Weit Weg“ Zwickau
7. Platz: „Chaos am Netz“ Wittenberg
8. Platz: SV Traktor Leps
9. Platz: TSV Rot Weiß Zerbst
10. Platz: BSC „BallSchubsClub“ Naunhof (Landkreis Leipzig)
Text und Fotos: Hans-Jürgen Schilling
Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 06.05.2026 um 15:19 von:
Torben Fischer
https://tsv-rot-weiss-zerbst.de
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