52. Lauf in den Frühling

Am vergangenen Mittwoch startete die 52. Auflage des Klassikers „Lauf in den Frühling“. Bei frühlingshaften Temperaturen, leichtem Wind und Sonnenschein begann für die Freunde des Laufsports in Zerbst und Umgebung die Laufsaison. Es war ein erster Härtetest gleich zu Beginn des Frühjahrs für die vielen vorrangig jungen Teilnehmer. Gleichzeitig war es für die Grundschulen der 1.Cup-Lauf im Kalenderjahr 2026. Die Laufserie besteht aus drei Läufen: dem Lauf in den Frühling (18.03.2026), dem Crosslauf am Butterdamm (17.04.2026) und dem Zerbster Rolandlauf (25.10.2026). Die Grundschulen können mit den Finishern für ihre Schule Punkte in der Cup-Wertung sammeln, die beim Zerbster Rolandlauf ausgewertet werden. Die besten drei Grundschulen werden mit Pokalen geehrt. Dabei fließen die Schülerzahlen der jeweiligen Grundschulen in die Wertung mit ein.

Die Grundschulen aus Steutz, Bartholomäi, Stadtmauer, Lindgren, Dobritz, Lindau und Güterglück hatten Schüler am Start. Diese Grundschulen hatten ihre interessierten Läufer der Altersklassen im Wettbewerb. In der Medaillenwertung ergaben sich respektable Ergebnisse.

Grundschule (Schüler) Finisher Gold Silber Bronze Summe
Lindgren (152) 17 - 1 - 1
Dobritz (49) 11 1 - - 1
Steutz (67) 15 1 - 2 3
Bartholomäi (83) 15 1 - 2 3
Lindau (62) 9 2 1 3 6
Stadtmauer (314) 49 4 4 2 10

Die drei Platzierten in der Altersklasse W7 konnten Zeiten unter 4 Minuten über die 800m-Rundstrecke mit 4 Berganstiegen aufweisen. Die erste Merte Piontek (3:47min) und die 2. Aria Klüdtke (3:48min) aus der GS Bartholomäi kämpften um den Sieg und Matilda Kahlo (4:19min) GS Lindau freute sich über ihrer ersten Teilnahme über die Bronzemedaille. Bei den Jungen kam Albert Pfeffer (3:49min) GS Dobritz als Gesamtdritter nach den Mädchen und Sieger seiner Altersklasse ins Ziel. 

In dem großen Teilnehmerfeld von 16 Mädchen der Altersklasse W8 konnten sich drei Teilnehmerinnen unter den ersten drei behaupten, die im letzten Jahr diese Strecke von 800m nicht absolviert haben. Hier ging es ebenfalls sehr eng zu. So gewann Tasmin Barrouka (4:04min) GS Stadtmauer vor Milla Bergmann (4:05min) GS Bartholomäi und Ella Raditzsch (4:06min) GS Stadtmauer. Das Teilnehmerfeld der 18 Jungen der AK M8 war bei den ersten drei stark besetzt. Richard Thürmer GS Stadtmauer und Vorjahressieger wurde Dritter mit einer Zeit von 3:49min. Er konnte seine Laufzeit um fast eine Minute verbessern. So auch Oskar Weidner Vorjahreszweiter nutzte seine Streckenerfahrung und wurde in 3:32min Silbermedaillengewinner. Sieger wurde ein Neuling auf dieser Strecke Hleb Kavalenski GS Stadtmauer in 3:27min.

Die Altersklasse der Neunjährigen starteten gemeinsam mit den 8jährigen laut Ausschreibung. Allerdings erwies sich das aus organisatorischen Gründen große Teilnehmerfeld von 70 Läufern als Herausforderung an die Kampfrichter im Zieleinlauf. Der Veranstalter hatte die ausgeschriebene 1,5 Runden (1,2km) auf eine Runde eingekürzt. So ging für einige Läufer ihre Renneinteilung nicht auf, das Rennen verhaltener anzugehen. Sie kamen auf der eingekürzten Strecke nicht mehr an die Spitzengruppe ran. Die Hinweise, dass nur eine Runde gelaufen wird, kamen nicht bei allen Kindern an. Die Nervosität war für einige wohl doch zu groß. Wer selbst Läufer ist kennt vielleicht diese Phase im Wettkampf.

Die Sieger der AK9 Helena Kempa (3:35min) und Elias Herrmann (3:09min) vom Verein TSV Rot-Weiß Zerbst konnten überzeugen. Helena Vorjahressiegerin und Martha Teichelmann Vorjahreszweite beide GS Lindau gingen auf den letzten Anstiegen mit Mina Jerchel GS Lindgren, die das erste Mal dabei war in den Endspurt. Mina (3:36min) konnte Silber gewinnen und Martha (3:40min) freute sich über Bronze. Für Elias war der Wettkampf eine Vorbereitung auf den Rennsteigjuniorcross im Mai. Paul Rehse (3:25min) GS Stadtmauer verteidigte seinen 2.Platz vom Vorjahr und Dritter wurde Friedrich Bachmann (3:26min) GS Bartholomäi.

Die 10- und 11-jährigen liefen statt der ausgeschriebenen 3 Runden (2,4km) nur 2Runden (1,6km). 41 Mädchen und Jungen liefen hier um die Besten ihrer Schule zu werden und für das Podium. In der AK W10 gewann Fenja Simon (8:36min) GS Stadtmauer Vorjahresdritte). Bei den 10jährigen Jungen gewann Elias Lupke (7:26min) GS Dobritz. Bei der AK W11 gewann die Vorjahresdritte Emily Lisges (7:21min) GS Lindau/TSV Rot-Weiß Zerbst. Sie ging ein schnelles Tempo an und führte 1km das Rennen an. Fridolin Bock M11 GS Steutz gewann in 6:42min und einer schnelleren Zeit über die letzten 600m. 

Im Anschluss jedes einzelnen Laufes fanden zeitnah die Siegerehrung mit Medaillen statt. Jeder Läufer erhielt eine Teilnehmerurkunde und konnte sich am Aushang seine Zielzeit notieren. Bei vielen Läuferinnen und Läufern überwiegte nach der Anstrengung die Freude im Ziel. Alle, auch die letzten jedes Laufes wurden mit Applaus gewürdigt. 

27 Teilnehmer starteten im vierten Lauf über 4 Runden (3,2km) und insgesamt 16 Anstiegen. Die Altersklassen der Schüler M/W 12-15 und der weiblichen Jugend, der Frauen und Masters waren hier vertreten. Die älteste Teilnehmerin war Marita Richter vom Verein Germania 08 Roßlau. Sie nutzte diesen Wettkampf als Training für den Rennsteig-Halbmarathonlauf im Mai. Sieger der AK M12 und M13 wurden TSV-Vereinsmitglieder. Luis Rätzel M12 wurde Gesamtsieger des Laufes in einer Zeit von 14:09min. Gesamtzweiter wurde der Fußballer des Vereins Akym Kaplia GTS Ciervisti in einer Zeit von 14:16min und Gesamtdritter wurde Leon Herrmann in 14:49min. Bei den Frauen wurde Anne Handrich W60 (14:59min) Erste, Jenna Lenz W30 (17:49min) Zweite und Juliane Kempa W45 (18:41min) Dritte. Hervorzuheben ist die Leistung des Altersklassensiegers Ben Giermann M15 aus Güterglück mit 17:47min.

11 Teilnehmer absolvierten zum Abschluss die 6 Runden (4,8km) und 24 Anstiege und wechselnden Untergründen. Die Zeiten waren herausragend. Es kam zu wenigen Überrundungen. Marc-Kevin Baier vom Triathlon-Verein Dessau kam nach 19:18min als Gesamtsieger und Altersklassensieger ins Ziel. Zweiter wurde Steffen Gruner M40 von TSV Rot-Weiß Zerbst in 21:40min. Dritte wurde im Endspurt Dawid Jurczak M35 (22:37min) vor Josef Fritsch M45 SG Jeber-Bergfrieden (22:38min).

Ein Dank geht an die Betreuer bei der Vorbereitung und beim Wettkampf. So konnte der Sanitätsraum des Vereins mit seinem Betreuer ungenutzt bleiben. Die Streckenposten waren von den Sportlerinnen und Sportlern gut einsehbar und es waren faire Bedingungen für alle. Der Veranstalter bedankt sich bei den Helfern und den Eltern für die Unterstützung und die Verpflegung. Unter Berücksichtigung der Teilnehmerzahlen und der Leistungen der Sportler wird der Veranstalter eine Anpassung der Ausschreibung für 2027 vornehmen.

Text: Anne Handrich, Fotos: Marion Brademann


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 21.03.2026 um 19:28 von:
Torben Fischer
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