Harzgebirgslauf 2026

Zum 48. Harzgebirgslauf waren 3770 Teilnehmer gemeldet. Bei 11°C und Sonne waren an diesem Sonnabend tolle Bedingungen. Der Veranstalter bot für jeden bewegungsfreudigen Naturfreund etwas. So gingen zu Beginn die Wanderer auf die Strecken. Viele von ihnen feuerten später die Läufer auf der Strecke an. Vom TSV Rot-Weiß Zerbst waren Anne und Sven Handrich, Steffen Gruner und Uwe Scherz mit dabei.

Die Laufwettbewerbe begannen mit dem Brockenmarathon. Für Uwe Scherz M65 war es die 25. Teilnahme. Diese wollte er genießen, wie er vor dem Start berichtete. Für Außenstehende ist das schwer nachzuvollziehen, ist doch der Brockenmarathon einer von Norddeutschlands schwersten Marathons. Tatsächlich kam er als Erster seiner Altersklasse nach 4:18:13h ins Ziel und konnte glücklich seine tolle Leistung genießen. Am Ende dieses Wettbewerbes waren 616 Läufer und Läuferinnen im Ziel.

Steffen Gruner M40 wählte die 5km-Strecke. Seine zweite Teilnahme am Harzgebirgslauf war für ihn und seine Wohngruppe etwas Besonderes. Er wurde Dritter in seiner Altersklasse mit 22:09min. Damit wurde er 40. von 489 Teilnehmern.

Um 10 Uhr wurde für über 613 Läuferinnen und Läufer der 11km-Start runtergezählt. Bei den Männer und Frauen hatte eine starke Konkurrenz gemeldet, so der Veranstalter vor dem Startschuss. Neue, wie bekannte Gesichter aus den Vorjahren waren gekommen, um sich miteinander zu messen. Für Anne und Sven Handrich ist dieser Lauf immer ein Höhepunkt im Wettkampfkalender. An der Startlinie galt es für Anne die Konkurrenz im Auge zu behalten. Ihr Ziel war es sich unter die besten 6 Läuferinnen zu platzieren, um auf dem Podium bei der Siegerehrung dabei sein zu können. Beim Massenstart ging es bergauf gleich zu Beginn mit hohem Tempo los. Die ersten Höhenmeter zu Beginn lassen den Puls hochschnellen. Eine kluge Renneinteilung, die Kräfte dosiert zu nutzen und möglichst gut das Training umzusetzen waren gefragt. Anne lief mit ihrem Mann und Trainingspartner innerhalb der schnellen Konkurrenz . Die spätere Siegerin und Lokalmatadorin bot gute Orientierung für das richtige Tempo. Nach dem ersten Kilometer der nur bergauf führt, wurde es ein wenig leichter, wenn bis dahin das Tempo angepasst war. Das zweite steile Stück wartete ab Kilometer drei. Dort wird aus laufen für einige schon mal nur noch schnelles gehen. Die Muskulatur geht wie die Atmung an das persönliche Limit. Noch vor Kilometer 6  dem höchsten Punkt der Strecke konnte Anne zwei Läuferinnen überholen. Abwärts in Richtung Ziel wechselten die Positionen wiederholt. Einige im Pulk laufende Männer feuerten die schnellsten Frauen begeistert an. Das motivierte zusätzlich, auch die Wanderer boten auf der Strecke ein tolles Publikum. Die letzten Kilometer wurde es für die Besten immer schneller und mit 54:44min im Ziel stand für Anne eine Zeit die erstmal gelaufen sein will. Es war geschafft, aber reichte es für die Siegerehrung? Die Freude über Platz 5 im Gesamteinlauf der Damen war um so größer für Anne, denn startend in der Altersklasse W60 ist das keine Selbstverständlichkeit. Besonders freute sich Sven Handrich M60 der den zweiten Teil seines Laufes bergab genießen konnte und mit 57:48min in der AK Platz vier belegte. 

Text: Anne und Sven Handrich

Foto: Doreen Betthaus


Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 12.10.2026 um 12:32 von:
Torben Fischer
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